EKBB Aktuell
Nachrichten
Neuer Vorstand
Auf unserer Mitgliederversammlung am 4.11.2011 wurden als neuer Vorstand gewählt:
Sabine Braun - Vorsitzende
Brita Marx - Stellvertretende Vorsitzende
Joachim Oppermann - Stellvertretender Vorsitzender.
Ihr EKBB
Festschrift 40 Jahre EKBB
Am 28. August 2011 feierten wir auf unserem Jahresfest das 40-jährige Bestehen der Elternkreise in Berlin (und heute auch in Brandenburg). Wir freuen uns, Ihnen unsere Festschrift zu diesem Ereignis mit einer Vielfalt an Beiträgen bieten zu können und bedanken uns ganz herzlich für die vielen Grußworte und Glückwünsche.
Ihr EKBB
Angebote der Suchthilfe in Steglitz-Zehlendorf
Die Abteilung Wirtschaft, Gesundheit und Verkehr des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf hat einen Flyer mit Angeboten der Suchthilfe im Stadtbezirk herausgegegeben.
Sie können diesen Flyer hier als PDF-Datei herunterladen (740 KB)
siehe dazu auch Planungs- und Koordinierungsstelle Gesundheit 21
Goldene Ehrennadel
Dorit Lehmann, eine betroffene Mutter, zeigt über 25 Jahre soziales Engagement.
Die Suchterkrankung ihres Sohnes, die eigene Betroffenheit und Hilflosigkeit führten sie damals in eine scheinbare Ausweglosigkeit. Professionelle Hilfe für betroffene Eltern fand sie nicht. Die Elternkreise drogenabhängiger Jugendlicher, damals EKB e.V., waren für sie die ersten hilfreichen Anlaufstellen. Dorit Lehmann erkannte schnell, es musste nicht nur ihrem Sohn Hilfe zuteil werden, auch sie selbst brauchte verständnisvolle Unterstützung in ihrem Denken und Handeln, um wichtige Veränderungen zu erreichen.
Die Elternkreise drogenabhängiger Jugendlicher, heute EKBB e.V., ist ein Verein der nur auf ehrenamtlicher Basis beruht. Betroffene Eltern helfen Eltern, sie geben ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiter, halten Kontakt zu professionellen Anlaufstellen, unterziehen sich Fortbildungsangeboten und nehmen auch Stellung im öffentlichen Leben.
Aus der passiven Teilnahme wurde schnell eine aktive Mitarbeit. Längst war es Dorit Lehmann wichtig, eigene Erfahrungen und kompetentes Wissen sowie Beistand an betroffene Eltern weiter zu geben. Zunächst stellte sie sich den Aufgaben ehrenamtlicher Mitarbeit, um dann für 8 Jahre im Vorstand des Bundesverbandes der Elternkreise (BVEK) mitzuwirken und anschließend für 3 Jahre den Vorsitz zu übernehmen. Danach hat sie in einer schwierigen Phase in Berlin den Vorsitz des Landesverbandes Berlin-Brandenburg (EKBB) übernommen. Obwohl mit scheinbar nie enden wollendem Tatendrang, gepaart mit Energie und Weitblick, wird sie den Vorsitz der Elternkreise zum Ende des Jahres an Jüngere abgeben. Doch ist das für sie kein Aus, denn eines ihrer wichtigsten Anliegen ist die Arbeit an der Basis, die Elternkreisarbeit, der sie noch ein Weilchen treu bleiben möchte und wo sie mit Rat und Tat gebraucht wird.
Im Mai 2011 wurde Dorit Lehmann vom Paritätischen Verband die goldene Ehrennadel für viele Jahre ehrenamtliches soziales Engagement verliehen.
Wir, die Mitarbeiter der Elternkreise, gratulieren und danken Dorit Lehmann für Ihr Engagement, ihre tollen Ideen und ihre Menschlichkeit.
siehe dazu auch den Artikel
des Paritätischen Landesverbandes Berlin
40 Jahre – und kein bisschen leise!
Die Elternkreise abhängiger und suchtgefährdeter Kinder und Jugendlicher feiern Geburtstag!
Ein trauriges Jubiläum? Nein! Wir feiern ja nicht, Eltern süchtiger Kinder zu sein.
Das ist nur eine Tatsache, die unser Leben verändert hat.
Wir feiern, dass wir nicht verhärmt und lebensfern geworden sind, sondern weltoffen und zukunftsgewandt ein gemeinsames Problem bewältigen.
Wir feiern, dass wir fähig geworden sind, uns immer wieder kritisch zu hinterfragen und veränderten Situationen zu stellen. Wir feiern, dass wir gelernt haben, unser Verhalten zu überdenken und aus festgefahrenen Systemen auszubrechen. Wir feiern, dass wir geblieben sind, was wir waren: Menschen mit unterschiedlichster Biografie und Herkunft.
Wir feiern, dass – auch durch unsere kontinuierliche Arbeit – Sucht inzwischen als Krankheit anerkannt ist und wir uns als gewissenhafte Partner in einem funktionierenden Drogenhilfesystem etablieren konnten.
Wir feiern nicht die Tatsache unserer Gründung.
Wir feiern die Tatsache, dass heute Eltern weder in konkreten Fragen noch mit ihren Ängsten und Schuldgefühlen allein gelassen bleiben.
Während des Sturms an einen Wiederaufbau zu glauben ist schwer. Das wissen wir aus eigener Erfahrung. Das geht nur gemeinsam. Schritt für Schritt. Im Leben stehende Eltern helfen im Leben stehenden Eltern, das ist nach 40 Jahren unser Fazit - und unsere Leidenschaft.
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